Klimaschutz auf Hanseatisch
Samstag, 21. April 2007 | Autor: admin
Wer prüfen will, ob er ein Klimaretter, nur ein Klimabewußter oder noch ein Klimafossil ist, der kann anläßlich der ersten Bremer Klimaschutztage den Selbsttest wagen. Siebzehn einfache Fragen nach dem Muster: ‘Fliegen Sie oft mit dem Flugzeug?’ oder ‘Kaufen Sie Öko-Strom?’, wobei jedesmal zwischen drei möglichen Antworten zu wählen ist, reichen da für die Beurteilung. Das ganze funktioniert für alle Nichtbremer online und wer sich durchgeklickt hat, darf ein CO2-Versprechen abgeben: Wer da beispielsweise den Haken bei ‘vermehrt regionale Produkte kaufen’ macht spart im Jahr schoneinmal 250 kg CO2, oder bei ‘Reifendruck regelmäßig optimieren’ gibt es 140 kg CO2 und obendrein 100 Euro pro Jahr an Einsparung … Natürlich gibt es zu den Klimaschutztagen auch einen Blog.
Die Aktionen in Bremen laufen vom 21.04. – 26.04., wobei es auf lokaler Ebene um Information und Beratung geht. Beraten wird in Sachen Energieverbrauch und Klimaschutz. Die Bremer Veranstalter, ein gemeinnütziges Public-Private-Partnership zwischen der Stadt und dem örtlichen Energieversorger, haben darüber hinaus regionale Unternehmen gewinnen können, für die Dauer der Aktion ein besonderes ‘Klimaschutzangebot’ zu machen: Wer zum Ökostrom-Tarif wechselt bekommt zum Dank zwei Eintrittskarten für die ‘botanika’ im Rhododendron-Park in Bremen, wer ein CO2-Versprechen abgegeben hat darf eine konventionelle Glühlampe gegen eine Energiesparlampe tauschen: im Kundencenter des lokalen Energieversorgers. Die Aktion soll im nächsten Jahr wiederholt werden.
Die Kuh von ‘Stadt. Land. Flut.’ unter diesem Titel steht die Veranstaltung, jedenfalls diese Kuh: ist ein genialer Einfall für sich!
Thema: Fahren & Verkehr | Ein Kommentar

„Klima-Ignorant“ – so lautete der Vorwurf des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf einem Plakat vor dem Hamburger Kongresszentrum, in das der Wolfsburger Konzern seine Aktionäre zur diesjährigen Hauptversammlung geladen hatte. Der Umweltverband forderte gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre vor und im Versammlungssaal das Unternehmen auf, sich endlich seiner Klimaverantwortung zu stellen und CO2-arme Modelle für eine breite Käuferschicht anzubieten.



Berlin (ots) – Der Kniefall der EU-Kommission vor EU-Präsidentin Angela Merkel und den im Verband der deutschen Automobilindustrie versammelten Autobauern markiert nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) einen neuen Tiefpunkt der europäischen Klimapolitik. Das nun um 10 g CO2/km abgeschwächtes Klimaschutzziel für die europäische Automobilindustrie sei zudem ein Lehrbeispiel für die aktuellen Machtverhältnisse in Deutschland und ein Lehrstück über Lobbyismus und Demokratie. 
