Wie aus Ökostrom Erdgas wird

Sonntag, 21. März 2010 | Autor: admin

Wie der FOCUS berichtet ist es einer Forschergruppe des Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IWES und einer österreichische Firma Solar Fuel gelungen ein Verfahren zu entwickeln, womit Ökostrom gespeichert werden kann.

In Stuttgart steht bereits eine Demonstrationsanlage in der das Verfahren weiter erforscht wird. Um Ökostrom in Erdgas zu verwandeln wird zunächst das Wasser per Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff verwandelt. Danach entsteht aus Wasserstoff und Kohlendioxyd Methan.

Weitere Anlagen mit 10 bis 20 Megawatt Speicherkapazität sind bereits für Mitte 2012 geplant. Über die Energieeffizienz ist bisher nichts bekannt.

Quelle: Focus.de

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Kilimandscharo bald eisfrei?

Donnerstag, 12. November 2009 | Autor: admin

Glaubt man den Forschern und Forscherinnen um Lonnie Thompson vom Byrd Polar Research Center Ohio, so könnte die brühmte weisse Spitze des Kilimandscharo bereits in 13 Jahren verschwunden sein.

Anhand von Luftbildaufnahmen hat das Forscherteam die Ausbreitung der Eisfelder mit dem Jahr 1912 verglichen. Demnach ist die Eisfläche bereits um 85% – über zehn Quadratkilometer – zurückgewichen. Die Ursachen sind nicht ganz geklärt, jedoch spielen trockenere Bedingungen auf dem Gipfel wohl eine Hauptrolle. Ebenso wird die Verstärkung des Phänomens durch den Klimawandel diskutiert. Andere Wissenschaftler machen die Abholzung der Bergwälder verantwortlich.

Berechnungen zufolge soll der Gipfel zwischen 2022 und 2033 eisfrei sein.

Quelle:  Handelsblatt

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Jahrestagung Kerntechnik Dresden 2009 – Atomenergie wieder IN?

Donnerstag, 14. Mai 2009 | Autor: admin

Derzeit findet in Dresden die Jahrestagung Kerntechnik 2009 statt. Schon im Vorfeld und während der Tagung ließ die Kerntechnik-Lobby einige Details zu Forderungen und Angeboten verlauten. So sieht sich die Branche selbst im Aufschwung. Weltweit und nicht zuletzt in Europa würde wieder vermehrt auf Kernenergie zurück gegriffen. Sie sei eine Option um Klimaschutz und Energieversorgung wieder in Einklang zu bringen. Dabei wurde ein Angebot gemacht, bei dem sich die Kernenergie-Lobby längere Laufzeiten der Atommeiler erkauft, und die Gewinne teilweise dem Ausbau regenerativer Energien zu Gute kommen soll. Auch die Sorge vor einem Versorgungsengpass wurde hervorgehoben.

Kernenergie-Gegner, Umweltschutzverbände und Andere halten dagegen. Das Angebot sei vergiftet, und ein letzter Versuch die sterbende Kernenergie auf zu werten. Bei der Gewinnung von Plutonium und Uran würden noch immer viele Menschen verstrahlt. Neben dem Risiko eines Unfalls in einem KKW ist vor allem die ungeklärte und vermutlich teure Endlagerung das größte Problem. Kernenergie sei bislang nur so günstig, weil die Kosten für die Endlagerung der Steuerzahler übernimmt, jedoch nicht mit den Stromkosten. Des weiteren seien Kernkraftwerke ungeeignet neben regenerativen Energiequellen zu existieren, da sie nicht ausgleichend eingesetzt werden können. Schnelle An-und Abschaltungen sind kaum möglich, und steigern zudem die Unsicherheit der KKWs.
Viele Studien belegen derweil, dass der Ausbau von regenerativen Energiequellen den steigenden bedarf an Energie decken kann, und sich der Anteil im Energiemix stark erhöhen lässt.

Ob überhaupt ein Versorgungsengpass entstehen könnte ist ebenso umstritten. Deutschland exportiert wesentlich mehr Strom als es importiert. Laut Statistischem Bundesamt lag der Überschuss im Jahr 2004 bei rund 7,3 Mrd. kWh, und im Jahr 2005 bei 4,6 Mrd. kWh. Laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Überschuss 2008 sogar bei 22,5 Mrd. kWh, was etwa der Energiemenge von zehn durchschnittlichen Kohlekraftwerken entspricht.

Interessante Quellen zum Thema:

- Statistisches Bundesamt 2006

-  Jahrestagung Kerntechnik 2009

-  Atom-Subventionen – EU fordert…

- ContrAtom

- Ein vergiftetes Angebot

- Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz

- Panikmache der Atomlobby

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Glühlampen werden abgeschafft – EU-Kommission verabschiedet Ökodesign-Verordnung

Dienstag, 31. März 2009 | Autor: admin

Die Europäische Kommission hat zwei neue Ökodesign-Verordnungen verabschiedet, die das langsame Aus der Glühbirnen bedeuten. In der Bestrebung langfristig Energie zu sparen und das Klima zu schonen verfolgt die EU-Kommission mit den sog. Ökodesign-Maßnahmen einen stufenweisen Plan, der bald auch Unterhaltungselektronik, Haus- und Heizgeräte erfassen wird.

Die aktuell verabschiedete Verordnung gilt für Haushaltslampen, sowie Leuchtmittel zur Beleuchtung von Büros, Straßen und Industrieanlagen. Demnach dürfen am September 2009 alle Lampen ab 100 Watt nicht mehr verkauft werden, die nicht mindestens Energieeffizienzklasse C erfüllen. Im September 2010 folgen dann die 75-Watt Lampen, und im September 2011 die 60-Watt Lampen. Ab September 2012 werden alle Lampen im Handel die Energieeffizienzklasse C erfüllen müssen. Im Jahre 2016 erhöht sich der Standard dann auf die Energieeffizienzklasse B. Des weiteren sind ab September 2009 alle mattierten Glühbirnen nicht mehr im Handel erhältlich.

Nach Schätzungen der EU-Kommission werden so bis zum Jahre 2020 rund 80 Milliarden Kilowattstunden eingespart.

Geäußerte Bedenken über die Umweltverträglichkeit des Quecksilbers in den Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) scheinen zumindest in Deutschland grundlos. Bei dem hohen Anteil an Kohlekraftwerken für die Stromerzeugung würde mehr Quecksilber im Kohlekraftwerk für den Betrieb einer Glühbirne entstehen, als für die Produktion und den Betrieb einer Energiesparlampe, selbst wenn diese nicht fachgerecht entsorgt würde.

Energiesparlampe

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