Energie vom Dach: ‘Wahrscheinlich wird im Süden mehr darüber geredet …’
Mittwoch, 16. Mai 2007 | Autor: admin
In der Solarbundesliga wetteifern Städte und Gemeinden um die Deutsche Meisterschaft. Es zählt welche Fläche thermischer Solarkollektoren und welche Leistung an Photovoltaikanlagen pro Einwohner im jeweiligen Ort installiert sind. Veranstalter der Solarbundesliga sind die Fachzeitschrift Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe e.V.. Die Ökoblogger-Redaktion sprach mit Solarthemen Herausgeber Guido Bröer über Geschichte und Zukunft des Solarsports.
Marko Radloff: Worum geht es in der Solarbundesliga?
Guido Bröer: Wir bieten eine Arena an, in der die Verbreitung der Solarenergie zur Sportart wird. Es zählt, wieviel Solarkollektorfläche und Solarstromleistung pro Einwohner auf den Dächern einer Kommune installiert ist. Mit dem Wettbewerb lassen sich Leute für Solarenergie interessieren, im Idealfall auch motivieren, und die vielen Lokalzeitungen im Lande haben einen Anlass regelmäßig über Solartechnik zu schreiben. Jeder Solaranlagenbesitzer wird zum Lokalmatador.
Marko Radloff: Die Solarbundesliga gibt es schon seit Mai 2001. Schildern Sie uns bitte kurz wie es dazu kam.
Guido Bröer: Eine heimliche Hitliste der aktivsten Solarkommunen gab es sogar schon etwas länger. 1996 oder 1997 hatten wir als Redaktion der Fachzeitschrift Solarthemen über eine Solarinitiative im norddeutschen Städtchen Sulingen berichtet. Dabei haben wir spaßeshalber mal ausgerechnet, wieviel Quadratzentimeter Solaranlagen auf jeden Einwohner von Sulingen entfallen. Wenn es überall in Deutschland soviele Solaranlage gegeben hätte, wie in dieser ganz normalen Kleinstadt in der norddeutschen Provinz, dann hätte der deutsche Solarmarkt schon um ein zig-faches größer sein müssen als er damals tatsächlich war. Danach haben wir einen Aufruf gestartet, wer es mit den Sulingern aufnehmen könne. Tatsächlich meldete sich ein Dorf in Süddeutschland, das besser war. Aber danach ist die Sache ist wieder eingeschlafen. Erst als Anfang 2001 auf einer Messe ein paar Solarfreaks aus einem schwäbischen Dorf uns fragten, wie gut sie eigentlich im Vergleich zu anderen seien, hat es bei uns “klick” gemacht. Wir haben dem Kind einen Namen gegeben. Dann haben wir ein Dutzend Solaraktivisten in verschiedenen Städten und Gemeinden angerufen. Aus deren Installationszahlen haben wir die erste offizielle Tabelle der Solarbundesliga gemacht und sie in den Solarthemen veröffentlicht. weiter…
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Bei der von Greenpeace initiierten persönlichen Abstimmung unter den 614 Abgeordneten des Deutschen Bundestages liegt heute das erste Zwischenergebnis vor. Insgesamt haben sich bis jetzt 177 Abgeordnete aller Fraktionen an der Befragung zum Klimaschutz beteiligt. 156 von diesen Abgeordneten haben sich für das Reduktionsziel von 40 Prozent der Treibhausgase bis 2020 “ohne Wenn und Aber” ausgesprochen. Die Liste der Abgeordneten sowie die genauen Abstimmungsergebnisse hat Greenpeace im Internet veröffentlicht. Anlass der ungewöhnlichen Abstimmung ist die zögerliche Haltung der Bundesregierung, sich für ein klares Reduktionsziel auszusprechen.
Bio-Lebensmittel werden gesetzlich garantiert ohne Gentechnik hergestellt. Im Rahmen der Revision der EU-Öko-Verordnung plant der Agrarministerrat, künftig Ausnahmen für Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe zuzulassen, sollten diese nicht mehr gentechnisch unverändert verfügbar sein. Der wendet sich in aller Schärfe gegen dieses Vorhaben und fordert den Agrarministerrat auf, den entsprechenden Artikel ersatzlos zu streichen. „Angesichts einer hervorragend funktionierenden Praxis der Lebens- und Futtermittelerzeugung ohne Gentechnik, wäre diese Regelung nicht nur völlig überflüssig sondern auch kontraproduktiv“, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. 

Der heute in Bangkok vorgestellte dritte Teil des UN-Klimaberichts spricht aus NABU-Sicht eine deutliche Sprache. Ohne zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen werden die globalen Emissionen der Treibhausgase weiter dramatisch ansteigen. Nur mit einem sofortigen Umdenken in der Energiepolitik und in der Landwirtschaft können die ökonomischen und ökologischen Folgen der Klimaveränderung auf ein noch erträgliches Maß begrenzt werden. “Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Kosten für frühzeitigen Klimaschutz deutlich geringer ausfallen als die durch einen ungebremsten Klimawandel später verursachten Schäden”, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Die Folgen des globalen Klimawandels scheinen nicht überall auf der Welt die gleiche Wirkung zu entfalten: Stefan Winkler vom Lehrstuhl für Geographie I der
Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace fuehren ab sofort auf deutschen Autobahnen ein Tempolimit fuer den Klimaschutz ein. Sie werden in den kommenden Wochen auf bisher unlimitierten Strecken Verkehrsschilder mit einer Geschwindigkeitsbeschraenkung auf 120 Kilometer pro Stunde aufstellen. Die Greenpeace-Aktivisten werden damit in so genannter Geschaeftsfuehrung ohne Auftrag fuer Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee handeln, der sich bisher weigert, ein flaechendeckendes Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzufuehren. Am 18. April hatten Umweltschuetzer auf einem Teilstueck der A5 bei Baden-Baden erstmals eine Geschwindigkeitsbeschraenkung eingefuehrt.
