Jahresstatistik 2008 Erneuerbare Energien weiter steigend

Freitag, 15. Mai 2009 | Autor: admin

Das Bundesumweltministerium hat die Jahresstatistik 2008 für Erneuerbare Energien veröffentlicht. Mit 14,8% stieg der Anteil am gesamten Bruttostromverbrauch gegenüber 14% im Jahr 2007. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch sank jedoch von 9,8% 2007 auf nun noch 9,7%. Erklärt wird dies vor allem durch den milden Winter im Jahr 2007 und dem Rückgang der Biotreibstoffe.

Absolut sind die Erneuerbaren Energien beim Strom um ca. 4,6 Mrd. kWh und bei der Wärme um rund 9 Mrd. kWh gewachsen.  Ziel der Bundesregierung sind 30% Anteil am gesamten Bruttostromverbrauch und 14% an der gesamten Wärmebereitstellung

- Jahresstatistik 2008 beim Bundesministerium

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Jahrestagung Kerntechnik Dresden 2009 – Atomenergie wieder IN?

Donnerstag, 14. Mai 2009 | Autor: admin

Derzeit findet in Dresden die Jahrestagung Kerntechnik 2009 statt. Schon im Vorfeld und während der Tagung ließ die Kerntechnik-Lobby einige Details zu Forderungen und Angeboten verlauten. So sieht sich die Branche selbst im Aufschwung. Weltweit und nicht zuletzt in Europa würde wieder vermehrt auf Kernenergie zurück gegriffen. Sie sei eine Option um Klimaschutz und Energieversorgung wieder in Einklang zu bringen. Dabei wurde ein Angebot gemacht, bei dem sich die Kernenergie-Lobby längere Laufzeiten der Atommeiler erkauft, und die Gewinne teilweise dem Ausbau regenerativer Energien zu Gute kommen soll. Auch die Sorge vor einem Versorgungsengpass wurde hervorgehoben.

Kernenergie-Gegner, Umweltschutzverbände und Andere halten dagegen. Das Angebot sei vergiftet, und ein letzter Versuch die sterbende Kernenergie auf zu werten. Bei der Gewinnung von Plutonium und Uran würden noch immer viele Menschen verstrahlt. Neben dem Risiko eines Unfalls in einem KKW ist vor allem die ungeklärte und vermutlich teure Endlagerung das größte Problem. Kernenergie sei bislang nur so günstig, weil die Kosten für die Endlagerung der Steuerzahler übernimmt, jedoch nicht mit den Stromkosten. Des weiteren seien Kernkraftwerke ungeeignet neben regenerativen Energiequellen zu existieren, da sie nicht ausgleichend eingesetzt werden können. Schnelle An-und Abschaltungen sind kaum möglich, und steigern zudem die Unsicherheit der KKWs.
Viele Studien belegen derweil, dass der Ausbau von regenerativen Energiequellen den steigenden bedarf an Energie decken kann, und sich der Anteil im Energiemix stark erhöhen lässt.

Ob überhaupt ein Versorgungsengpass entstehen könnte ist ebenso umstritten. Deutschland exportiert wesentlich mehr Strom als es importiert. Laut Statistischem Bundesamt lag der Überschuss im Jahr 2004 bei rund 7,3 Mrd. kWh, und im Jahr 2005 bei 4,6 Mrd. kWh. Laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag der Überschuss 2008 sogar bei 22,5 Mrd. kWh, was etwa der Energiemenge von zehn durchschnittlichen Kohlekraftwerken entspricht.

Interessante Quellen zum Thema:

- Statistisches Bundesamt 2006

-  Jahrestagung Kerntechnik 2009

-  Atom-Subventionen – EU fordert…

- ContrAtom

- Ein vergiftetes Angebot

- Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz

- Panikmache der Atomlobby

Thema: Energie & Klima | 4 Kommentare