Glühlampen werden abgeschafft – EU-Kommission verabschiedet Ökodesign-Verordnung

Die Europäische Kommission hat zwei neue Ökodesign-Verordnungen verabschiedet, die das langsame Aus der Glühbirnen bedeuten. In der Bestrebung langfristig Energie zu sparen und das Klima zu schonen verfolgt die EU-Kommission mit den sog. Ökodesign-Maßnahmen einen stufenweisen Plan, der bald auch Unterhaltungselektronik, Haus- und Heizgeräte erfassen wird.

Die aktuell verabschiedete Verordnung gilt für Haushaltslampen, sowie Leuchtmittel zur Beleuchtung von Büros, Straßen und Industrieanlagen. Demnach dürfen am September 2009 alle Lampen ab 100 Watt nicht mehr verkauft werden, die nicht mindestens Energieeffizienzklasse C erfüllen. Im September 2010 folgen dann die 75-Watt Lampen, und im September 2011 die 60-Watt Lampen. Ab September 2012 werden alle Lampen im Handel die Energieeffizienzklasse C erfüllen müssen. Im Jahre 2016 erhöht sich der Standard dann auf die Energieeffizienzklasse B. Des weiteren sind ab September 2009 alle mattierten Glühbirnen nicht mehr im Handel erhältlich.

Nach Schätzungen der EU-Kommission werden so bis zum Jahre 2020 rund 80 Milliarden Kilowattstunden eingespart.

Geäußerte Bedenken über die Umweltverträglichkeit des Quecksilbers in den Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) scheinen zumindest in Deutschland grundlos. Bei dem hohen Anteil an Kohlekraftwerken für die Stromerzeugung würde mehr Quecksilber im Kohlekraftwerk für den Betrieb einer Glühbirne entstehen, als für die Produktion und den Betrieb einer Energiesparlampe, selbst wenn diese nicht fachgerecht entsorgt würde.

Leave a Comment